Freitag, 14. Februar 2014

Achtung, Suchtgefahr!!!


Karamellisierte Nüsse - besser als jedes Dessert, jede Schokolade und jede Torte. Und dabei so simpel in der Herstellung: Zucker mit etwas Wasser in der heißen Pfanne auflösen, Nüsse (im Verhältnis zum Zucker 1:1) dazugeben und so lange rühren, bis aus der flüssigen Zuckermasse zunächst Kristallzucker an den Nüssen haften bleibt bis dieser dann zu Karamell schmilzt - et voilà!

Freitag, 24. Januar 2014

cucina mediterranea, italiana e vegetariana...

Italienisch, vegetarisch und nach Wunsch vegan: so geht's zu bei Katia und Carmelo, den Besitzern des La Monella, dem ersten Restaurant seiner Art in Hamburg.
Und es ist köstlich! Lecker! Interessante, noch nie gehörte Kompositionen wie z.B. die Mangoldrouladen mit einer Kürbis-Maronenfüllung und Orangensauce... Der Verlockung nicht widerstehend, entschied ich mich dennoch für eher etwas Rustikaleres, Simples und herrlich Perfektes in der Geschmackskomposition: Feigen-Risotte mit gehobeltem Trüffel: das cremige Risotto mit der Spur süßer Feige hat wunderbar harmoniert mit dem erdigen Geschmack der Trüffel.
Unüblicherweise hat der Koch nicht am Trüffel gespart, sondern ihn großzügig über das Risotto gehobelt, so dass man ihn richtig schmecken konnte und nicht nur die Geschmacksknospen angekitzelt wurden (von mit Trüffelaroma aromatisiertem Öl ganz zu schweigen "Urks").

Mittags ist es sehr voll in diesem kleinen Restaurant, aber mit Glück haben meine Freundin und ich samt Kinderwagen und ihrem Baby einen Tisch, dazu noch ein Fensterplatz, bekommen. Die Bedienung ist freundlich (entgegengesetzt der Meinungen bei yelp) und trotz des Hochbetriebs auf Zack, wie man so schön sagt.
Und diejenigen, die sich darüber beschweren, dass die Bedienung "ach, so lange braucht bis sie merkt, dass der Gast zahlen möchte" oder erst gar nicht an den Tisch kommt, um zu kassieren, haben nicht verstanden, dass sie auch niemals kommen wird, denn bezahlt wird vorne am Tresen...

Donnerstag, 16. Januar 2014

Kauderwelsch:

Wir werfen oft Begriffe, Worte, Beschreibungen um uns, ohne zu differenzieren, ob sie überhaupt den jeweiligen Sachverhalt genau beschreiben oder wiedergeben. Ohne nachzudenken ob ihrer Bedeutung nutzen wir altvertraute, in unseren Ohren zunächst vernünftig klingende Worte: landen auf dem Teller weder primäre noch sekundäre Tierprodukte, wird der-/diejenige gleich in die vorurteilsbehaftete Schublade "Veganer" gepresst "ach, du bist Veganer?" Es folgt die Kumulation altbekannter (oft fragwürdiger) Fragen...der Befragte - defensiv in die Ecke gedrängt - kann sich nicht entscheiden, ob er diesem Unsinn Rede und Antwort stehen soll und ob es sich lohnt, eine auf vernünftigen Argumenten aufgebaute Diskussion einzugehen.
Der plötzlich zum Ernährungsexperten avancierte Omnivore meint es sicherlich gut mit uns, aber dennoch haben wir hier den Salat: Wieso ist er ein Omnivore und wir die ideologistischen Veganer, die auch noch irgendwie öko und schmuddelig sind?
Veganismus - wie jeder "-ismus" - ist zunächst eine Ideologie, eine Geisteshaltung, die sprichwörtlich über den Tellerrand hinausgeht. Sie greift auf alle Lebensbereiche über, die nicht mit asketischem Verzicht einhergeht, sondern ethisch motiviert das Töten von Lebewesen und deren Konsum ablehnt.
Äquivalent dazu müsste man nicht von Omnivoren "Allesfresser" sprechen, denn dies ist eine biologische Beschreibung, sondern von Karnisten. Karnismus (von Ph. D. M. Joy geprägt) als Überzeugungssystem derjenigen, die Fleischverzehr als natürlich, normal und unverzichtbar betrachten.
Beim nächsten Sprücheklopfer à la "Pflanzenfresser fressen meinem Essen das Essen weg" heißt es geschickt kontern à la "Tierfresser....(und hier lasse ich der Phantasie des Einzelnen freies Spiel)" Ja, genau: Tierfresser. Das pikierte Gesicht zeigt, dass richtig verstanden wurde. Oder gehe ich, Pflanzenfresser, auf die grüne Wiese und nehme mal nen ordentlichen Hieb voll Gras zwischen meine Zähne und zum Dessert einmal knabbern an der Baumrinde?

Montag, 13. Januar 2014

In der Brüderstraße in Hamburg...

...stößt man auf ein kleines Paradies (Piccolo Paradiso) der Gaumenfreuden. Dieses wunderbare ökologische Weinrestaurant bietet nicht nur eine Vielzahl leckerer Weine, sondern vor allem auch feine, qualitativ hochwertige und mit viel Liebe gekochte Speisen an. Das Beste: sowohl Veganer als auch Omnivoren Karnisten kommen hier voll auf ihre Kosten. Für mich und meinen Lieblingsmenschen daher das ideale Restaurant.

Bei Rotwein und tollen Tapasvariationen ließen wir es uns so richtig gut gehen: für ihn die spanische Variante und für mich der vegane orientalische Teller.

Zugegeben, die Präsentation der Speisen ist vielleicht nicht ganz glücklich - unter Tappas stellt man sich eher kleine Gerichte in Tonschälchen vor. ABER: dieser kleine Fauxpas ist durchaus verzeihlich in Anbetracht der wirklich leckeren Gerichte auf dem Teller.
Unschlagbar war jedoch die Mousse au chocolat auf Soja-Sahne-Basis (das genaue Rezept wurde leider nicht verraten - streng gehütetes Geheimnis der Besitzerin): unglaublich schokoladig, cremig, etwas kompakter als man eine Mousse vielleicht gewöhnt ist, aber trotzdem fluffig genug, um sie als Mousse au chocolat durchgehen zu lassen...
Dieses Restaurant ist ein wirklicher Glücksfall vor allem für diejenigen, die gutes Essen zu schätzen wissen, gerne Essen gehen und gleichzeitig vor der Herausforderung stehen vegane und nicht-vegane Essensvorlieben zu kombinieren....

Donnerstag, 28. November 2013

Reiseziel Oktober: Chile

Eine Antwort auf die Frage, was mir am besten in Chile gefallen habe, ist ungefähr so schwierig zu beantworten wie die Frage nach der Existenz Gottes. Oder, um auf Erden zu bleiben: So, wie es jedem geht, der seinen Urlaub in einem Satz zusammenfassen soll. Schwierig.

Traumhaft schöne Landschaften: Im Norden die Atacama-Wüste (eine der trockensten Regionen der Erde), das fruchtbare Mittelchile mit seinen riesigen Weinanbaugebieten (der Wein aus der Carménère-Traube ist phantastisch und wurde zu jeder Gelegengeit getrunken) und schließlich das zerklüftete Südchile mit dem absolut beeindruckenden Nationalpark Torres del Paine. 
Torres del Paine: als ob das Guanako bestellt war
Die Chilenen sind sehr freundlich (nicht zu verwechseln mit der oberflächlichen Freundlichkeit der US-Amerikaner...) und hilfsbereit. Sprechen allerdings kein Englisch - selbst in Tourigegenden ist es keine Selbstverständlichkeit auf jemanden zu treffen der der englischen Sprache mächtig ist (wozu auch, schließlich ist Spanisch die drittmeist gesprochene Sprache der Welt....). Welch Glück, dass mein Spanisch-Leistungskurs im Abi und anschließend 4 Semester Romanistik nicht vollkommen umsonst waren.

Kulinarisch hat Chile einiges zu bieten und erfreut sich vieler Einflüsse (vieles auch aus der deutschen Küche, vor allem in der Konfiserie). Fleisch und Fisch bilden jedoch die Hauptbestandteile der Küche (Chile ist u.a. zweitgrößer Lachsexporteuer der Welt nach Norwegen). Was für mich einige Kopfschmerzen bereitet hat. Doch völlig umsonst. Für Vegetarier und Veganer ist es völlig problemlos sich selbst im dünnbesiedelten Süden kulinarisch durchzuschlagen. Fast jedes Restaurant hat vegetarisch/vegane Speisen auf der Karte verzeichnet und selbst wenn nicht, ist es auf Nachfrage kein Problem ein tierfrei gekochtes Gericht zu bekommen. Selbst den geliebten Pastel del Choclo bekommt man in einer veganen Variante...

Zugegeben, die Reise war für mich nicht völlig vegan: spätestens bei den in Geysierbecken gekochten Eiern konnte ich nicht widerstehen - was jedoch nicht dem Geschmack der Eier zuschulden kam, sondern der Erfahrung, solche Eier zu essen (ja, ich weiß, auch diese werden von normalen Hühnern gelegt).
Besagte "Geysier-Eier"
Wie dem auch sei, alles in allem hatte ich das Essen betreffend keine Probleme - ein Glück für meinen Lieblingsmenschen, der die Sorge hatte, ich würde auf der Reise "verhungern".




Mittwoch, 2. Oktober 2013

Restauranthopping...

Die Magisterarbeit ist abgegeben und dieser für mich feierliche Moment wurde gebührend mit einigen meiner liebsten Freundinnen gefeiert. Wo? Mal wieder in Aschaffenburg (stelle gerade ernüchternd fest, dass ich in letzter Zeit recht häufig dem beschaulichen Städtchen am Main einen Besuch abgestattet habe).

11:15: Der strahlend sonnige Sonntag begann mit einem verspäteten Frühstück im Cafe Caramel. Bestellt wurde Obstsalat vom Vortag frischer Obstsalat, eine kleine Brötchenauswahl, Marmelade und mangels weiterer Alternativen die obligatorischen Gurken- und Tomatenscheiben. Beim Anblick des Obstsalates, der seit Stunden im eigenen Saft quellte und matschte, sank sogleich der Euphoriepegel (bestärkt durch den nicht bestellten Kaffee, da keine Milch auf Pflanzenbasis vorhanden - den dümmlichen Blick der Bedienung bei Nachfrage will ich lieber nicht beschreiben). Nun, das Frühstück reduzierte sich auf ein Minimum; der Obstsalat konnte gleich, so wie er gekommen war, auch wieder mitgenommen werden.

14 Uhr: Zeit, die nächste Freundin zum Mittagessen in den Hofgarten abzuholen. Bei dieser Lokalität handelt es sich um einen Biergarten, dessen Negativkriterien auf Qype nach wie vor alle zutreffen. Bei den bestellten Bratkartoffeln mit Gemüse handelte es sich um in Fett schwimmende Pellkartoffeln, in Scheiben geschnitten und kurz angebraten. Sehr enttäuschend. Bratkartoffeln geht anders. 

16 Uhr: Kaffeezeit und die dritte Freundin wartete bereits vor dem Außenbereich der Schlossweinstuben. Diese Location ist wunderschön, mit dem Schloss im Hintergrund und einer Aussicht auf Main und Spessart. Der Service war völlig überfordert, Bestellungen wurden nicht mehr angenommen, es sei denn, man nahm eine Stunde Wartezeit in Kauf. Wir hatten Glück: kam doch zufällig ein Kellner mit zwei perfekt gekühlten Weizen an den mittlerweile verlassenen Nachbartisch. Wir nahmen die Getränke sehr dankbar entgegen und er war froh, ein Minus weniger in der Kasse zu haben

19 Uhr: Das letzte Treffen fand in der Qbar statt. Leider Gottes auch hier wieder eine Unzufriedenheit: die Tappas waren zwar recht ordentlich, jedoch muteten die gegrillten Auberginen eher an einen Matschberg undefinierbarer Masse in ranziger Butter schwimmend. Zwei Gründe diese Speise nicht zu essen: 1. ranziger Geschmack 2. Butter

Und nun frage ich mich: bin ich zu pingelig? Zu anspruchsvoll? Eine, der man nichts recht machen kann? Aber was kann daran so schwer sein, frisches Obst zu schneiden, ordentliche Bratkartoffeln zu servieren oder frische Lebensmittel zu verwenden?

Dienstag, 10. September 2013

Vor noch gar nicht allzu langer Zeit...

...genau genommen vor 6 Wochen, schrieb ich gar überschwänglich über das Café Hüftgold. Über die leckeren Kuchen, den guten Kaffee und so weiter und so fort.
Nun, völlig anders sieht zum Beispiel ein Frühstück dort aus. Es als "minimalistisch" zu beschreiben, wäre sehr diplomatisch formuliert. Dass die Speisenkarte nicht überquillt vor Angeboten, hatte ich bereits gesagt, was ja an sich auch kein Problem darstellt. Aber wenn die Inhalte inhaltsleer sind, nun, dann geht man auch mit einem leeren Bauch wieder nach Hause.


Dass ein veganes Frühstück nicht angeboten wurde, war mir fast schon klar. Aber angesichts dieser Mickrigkeit (auch auf dem Teller rechts) musste ich dann doch lachen!

Sonntag, 8. September 2013

Sonntagsbraten...


Knoblauch gehört in die Küche, wie das Amen in die Kirche. Diese Gewürz- und Heilplanze ist nicht nur furchtbar aromatisch (im wahrsten Sinne des Wortes), sondern verleiht vielen Gerichten noch das gewisse Extra.
Und warum eigentlich diese Knolle nicht mal im Ganzen zubereiten? Gedacht und getan: mit Olivenöl, Salz, Pfeffer, Chili, Kümmel, frischen Salbei- und Lorbeerblättern gewürzt, alles in Alufolie verpackt und für 20 Minuten bei ca 200° gebacken.
Das Ergebnis lässt sich vielleicht nicht unbedingt sehen, aber geschmeckt hat es allemal!


Eheliche Diskrepanzen...

... das Essen betreffend können am besten gelöst werden, indem man einen Kompromiss findet in Form eines Restaurants, das sowohl vegane als auch fleischlastige Speisen anbietet. Daher, samstagsabendliches Ausgehziel: die kuchnia-wodkabar, mitten in St. Pauli.
Meine Erwartungen waren ganz schön hoch, schließlich wird mit hausgemachten (und vom Metzger des Vertrauens hergestellten) Spezialitäten geworben. Auch die Bilder auf der Homepage und die Bewertungen bei Qype - alles sehr vielversprechend.
Doch meine Erwartungen haben ganz schnell einen Dämpfer bekommen. Vorneweg sei gesagt, dass der Service absolut top ist! Wirklich spitze und sehr zuvorkommend. Ein Beispiel: für das selbstgebackene Brot vorneweg (ob es vegan war, bezweifel ich, vermutlich ist da Buttermilch mit verarbeitet worden....ich konnte aber einfach nicht wiederstehen. Selbstgebackenes Brot - himmlisch!) gab es Brot mit Salz. Da ich vegan bestellt hatte, fragte der Kellner gleich, ob ich statt der Butter etwas Sojajoghurt hätte. "Klar, und wenn es geht mit einer frisch gepressten Knobizehe". Kam auch prompt - ABER: der Sojajoghurt war zuckersüß und ein Blick hinter mir in die offene Küche bestätigte meinen Verdacht: alpro-Sojajoghurt (wer den kennt, weiß, wovon ich rede). Schade um den Knobidipp, aber dieser Joghurt ist beim besten Willen nicht runterzukriegen.
Die Getränke wurden serviert: klassisch Bier für meinen Lieblingsmenschen und "das letzte Einhorn" für mich. Ein Cocktail, der wie versprochen "sanft, schön und gewaltig" schmeckt - trotz des zuerst skeptischen Blicks auf die Zutaten: Dill, Gin, Birkensaft, Kiefernwodak, Lemon. 
Die Hauptgerichte - Bigos, eine Auswahl dreierlei Salate, mit Sauerkraut und Pilzen gefüllte Pieroggi - waren solides Handwerk. Grundsätzlich auch nichts daran auszusetzen, aber dennoch, es scheiterte letztendlich an den Feinheiten. Nehmen wir als Beispiel meine Pieroggi. Die werden gekocht und dann entweder in Butter (gern auch vegan) geschwenkt oder mit in Butter gebratenen Zwiebeln serviert. Gar nichts von beidem auf meinem Teller, hier waren zwar reichlich Zwiebeln vorhanden, die aber sowas von gar keinen Geschmack hatten, weil sie entweder totgekocht wurden oder es war in irgendeiner Form eine gekaufte, vorgeschnitte Zwiebel, die eh keinen Geschmack mehr hat.... Die Zwiebeln sind noch eine Sache, liegt auch wohl an der Vorliebe des Kochs, aber eine ganz andere Sache ist der Pfeffer, mit denen die Pieroggen gewürzt waren. Ich weiß nicht, was das für eine Sorte ist, die findet man ganz oft auch in normalen Haushalten.... dieser Pfeffer ist wirklich ekelhaft: er schmeckt, wie ein Kuhstall riecht. Er ist so penetrant im Geschmack, dass er einfach das ganze Gericht verdirbt....(ich erinnere mich, als wir vor einigen Jahren bei Freunden zum Truthahn essen eingeladen waren, da war jedes einzelne Gericht mit genau dem selben Pfeffer gewürzt. Viel essen konnte ich schon damals nicht)
Last but not least: die Salate waren Durchschnitt, wirklich nichts Überragendes. Etwas netter hätten die vielleicht angerichtet sein können.
Fazit: Preis-Leistungsverhältnis stimmt nicht ganz (meine Pieroggen für fast 10€ finde ich überteuert; ja ja, trotz selbstgemacht). Ambiente ist nett, Service stimmt, Essen ist ok. Für jemanden, der die osteuropäische Küche kennenlernen möchte ist dieses kleine Restaurant auf jeden Fall eine Anlaufstelle. Für jemanden, der sie wirklich von Haus aus kennt, könnte der Besuch enttäuschend sein (da man es von Mama/Oma ja anders kennt).

Dienstag, 3. September 2013

Wenn es etwas gibt, dass meine Geschmacksnerven auf den Punkt getroffen hat,...

... dann sind es fried bananas und black eyed beans - diese aus Ghana stammende Spezialität (wobei sie auch in anderen Ländern Afrikas gegessen wird) ist der absolute Kracher!

Für den europäischen respektive deutschen Gaumen mag die Kombination aus frittierten, zuckersüßen Kochbananen und gekochten, salzigen Schwarzaugenbohnen irritierend wirken, aber für jemanden (wie z. B. mich) der süß und salzig liebt - am besten gleichzeitig - ist dies eine Kombination, die beide Geschmäcker perfekt vereint.

 Wer dies simple Gericht nachkochen möchte: Kochbananen (Schale sollte möglichst schwarz sein, dann sind sie genau richtig in der Reife) in schräge Scheiben schneiden und in Raps-/Sonnenblumenöl frittieren, bis sie schön braun sind.
Bohnen über Nacht einweichen und solange im Einweichwasser kochen bis sie eben weich sind (wichtig: erst salzen, wenn sie fertig sind, sonst werden die Bohnen nicht weich) - Fertig.

Montag, 26. August 2013

Konfliktpotential...

... ist unweigerlich vorprogrammiert, wenn zwei komplett gegensätzliche Ernährungsansichten aufeinanderstoßen - und das tagein, tagaus. Es wäre zu einfach, wenn jeder in seine eigene Küche liefe und sich das kochen würde, was er (oder sie) am liebsten essen würde ("äße" ist so ein fürchterliches Wort). Geht aus zwei Gründen nicht: wir haben nur eine Küche und wir sind verheiratet (was ja nicht zwangsläufig hieße, dass wir auch in einer Wohnung leben, tun wir aber). Aber: es macht auch Spaß und ist eine kleine Herausforderung, die kleinen Hürden des Ehealltags zu meistern. Was kocht man, wenn sich einer vegan ernährt und der Lieblingsmensch auf sein Steak nicht verzichten möchte? Es funktioniert - erstaunlicherweise sehr gut sogar (und ohne täglich Fleisch). Und wenn die Küche mal kalt bleiben soll, tut es auch der Dönerladen um die Ecke:
 Zum Döner mit viel Kalbsfleisch und wenig Gemüse muss ich nicht viel sagen (jeder von uns weiß, wie er schmeckt); wer aber glaubt, dass ich einen Zwiebeldöner gegessen habe (bei dem Zwiebelberg ja auch durchaus vorstellbar), täuscht: unter dieser Masse an Zwiebeln verstecken sich drei sehr leckere, knusprige Falafel mit Blatt- und Krautsalat sowie Gurken- und Tomatenstücken. Und sollte grade jemand mit kritischem Blick und Finger auf die Kräutersoße zeigen - kein Panik: die habe ich zu Hause selbst gemacht, mit Sojaghurt, viel Knobi und Dill - so wie es sich für ein ordentliches Tzaziki gehört!

P.S. Den Zwiebelberg habe ich doch tatsächlich komplett gegessen...

Freitag, 23. August 2013

Farbenfreude...

Es hätte nur ein kleiner Einkauf auf dem Wochenmarkt werden sollen - nichts großes, ein paar Tomaten und etwas Dill für einen leichten Sommersalat...Aber die vielen kräftigen und leuchtenden, Farben und die herrlichen, nach Sommer riechenden Gerüche sind so verführerisch, dass man unmöglich mit nur einer handvoll Tomaten nach Hause gehen könnte.



Diese wie dichte Wellen wogenden Haufen und dieser Strom von Grün, der in der Eindeichung des Fahrdamms zu fließen schien gleich dem Hereinbrechen der Herbstregen, nahmen zarte und beperlte Schatten, weiches Veilchenblatt, milchig getöntes Rosa, in Gelb ertrunkenes Grün, alle bleichen Farben an, die beim Sonnenaufgang den Himmel zu schillernder Seide werden lassen; und in dem Maße, wie der Brand des Morgens in Stichflammen hinten in der Rue Rambuteau emporstieg, erwachte das Gemüse mehr und mehr und stach ab von der tiefen Bläue, die sich schwer über die Erde hinzog. Salat, Endivie, Lattich, Schikoree zeigten, noch von der fetten Gartenerde bedeckt, ihre strahlenden Herzen; die Spinat- und Ampferpacken, die Artischokensträuße, die Bohnen- und Erbsenhaufen, die Stapel von mit Strohhalmen zusammengebundenen römischem Salat sangen die ganze Tonleiter des Grüns vom Lackgrün der Schoten bis zum derben Grün der Blätter, eine anhaltende Tonleiter, die erst bei den Flecken der Selleriestengel und den Porreebunden erstarb. Aber die gellendsten Töne, die am lautesten Erklangen, waren noch immer die lebhaften Flecke der Möhren und die reinen Flecke der Kohlrüben, die in ungeheurer Menge über den ganzen Markt verstreut waren und ihn mit der grellen Zusammenstellung ihrer beiden Farben erhellten. An der Kreuzung der Rue des Halles türmte sich der Kohl zu Bergen: riesige Köpfe Weißkohl, fest und hart wie Kugeln aus bleichem Metall, Wirsingkohl, dessen große Blätter flachen Bronzebecken ähnelten, Rotkohl, den die Morgenröte in herrliche weinrote Blütenpracht mit karmin und dunkelpurpur Druckstellen verwandelte. Am anderen Ende, an der Kreuzung bei der Pointe Saint-Eustache, war der Zugang zur Rue Rambuteau durch eine Barrikade von orangefarbenen Kürbissen versperrt, die sich in zwei Reihen zur Schau stellten und ihre Bäuche vorstreckten. Und hier und da entflammten der Goldkäferlack eines Korbes Zwiebeln, das blutige Rot eines Haufens Tomaten, das verwischte Gelb einer Ladung Gurken, das dunkle Violett einer Traube Eierfrüchte, während große, zu Trauertüchern nebeneinandergelegte Schwarzrettiche Löcher von Finsternis inmitten der bebenden Freuden des Erwachens übrigließen.

(Zola, Emile: Der Bauch von Paris, S. 43-44)


Montag, 19. August 2013

Nachgekocht...

...bei dem verregneten Augustmontag überkam mich die Lust nach etwas Deftigem, nach etwas Scharfem, nach etwas schnell Zuzubereitendem: und was könnte nicht besser passen als eine Chili sin carne?! Fehlte nur noch das passende Rezept - was nicht wirklich einfach ist zu finden in dieser Flut an (un)möglichen Chili sin carne-Zubereitungen (die meisten Rezepte haben einfach zu wenig Feuer im Topf!).

Das ultimativ beste Rezept findet man bei veganguerilla! Und wer hat's gefunden? Unglaublich, aber wahr: mein fleischliebender Lieblingsmensch...
Damit es auch ihm schmeckt*, habe ich mich voll ins Zeug gelegt und all mein Können und meine Liebe in das Kochen dieses Gerichtes gelegt; völlig überflüssig, denn das Rezept an sich ist schon super (dank der Liebe der Köchin, die es kreiert hat) - zugegeben, das Anrichten habe ich gleich mit abgekupfert...


*in der Hinsicht schließe ich auf mich: wenn es etwas gibt, was bei mir sofort schlechteste Laune auslöst, dann ist es schlechtes - noch schlimmer, gar kein - Essen nach einem langen und anstrengenden Arbeitstag...

Sonntag, 18. August 2013

Das Rad neu erfunden!

Zugegeben, Blumenkohl gehört für mich zu den Gemüsesorten, die am wenigsten nach nichts, fast schon muffig schmecken. Heute wurde ich - dank meines immer größer werdenden Einfallsreichtums - eines Besseren belehrt. Selbst mein Lieblingsmensch stürmte an das Küchenfenster mit den Worten "Boah, hier grillt jemand, das riecht saugeil!" Mit einem sehr selbstzufriedenen Grinsen zeigte ich nur auf den Backofen...

Es ist nicht so, dass ich Blumenkohl ungern esse, es ist eher der oft lieblosen Zubereitung (zu meiner Verteidigung muss ich erwähnen, dass es nicht immer meine Schuld ist) zu verdanken, dass er es selten auf meinen Teller schafft und wenn, dann entweder als gekochte Beilage oder als Zutat in einem thailändischen Curry.

Dass sich Currypulver und Blumenkohl gut ergänzen ist kein Küchengeheimnis - also machte ich dieses Gewürz als Grundlage. Mischte etwas fein gemahlene Chilischote drunter und dass was sich farblich und geschmacklich gut ergänzt: Curry-Salz, Kurkuma, Kreuzkümmelpulver, Ingwerpulver und frischen, kleingehackten Rosmarin. Alles mit Olivenöl vermengen und über die Röschen träufeln. Ruhig noch einen kräftigen Schuss Olivenöl darübergießen - fertig. Das Ganze bei ca. 200° eine Viertelstunde im Backofen backen, je nach persönlicher Vorliebe für knackiges oder weiches Gemüse.



Wie immer darf ein kleiner Nachtisch nicht fehlen. Für Tage, an denen nicht wirklich greifbar ist,  wie den Zuckerappetit stillen, einfach Obst klein schneiden und mit karamellisierten Nüssen (Mandeln, Sonnenblumenkerne, Walnüsse) bestreuen... jetzt fällt es mir ein: eigentlich sollte eine Kugel Vanilleeis das Ganze abrunden. Beim nächsten Mal.



P.S. Mein erstes veganes Vanilleeis ist von SoYeah - überzeugt hat es nicht. Dramatisch ist es auch nicht, schließlich gehörte Eis noch nie zu meinem Repertoire an unverzichtbaren Lebensmitteln.

Zum gemütlichen Sonntagsfrühstück...

...ging es heute in das Café Miller in St. Pauli. Es ist weniger ein schickes Restaurant, vielmehr eine typische Kiez-Kneipe, nur nicht ganz so heruntergekommen.
Unsere Reservierung vom Vortag war überflüssig, denn als wir um zehn Uhr das Lokal betraten, waren wir noch die einzigen Gäste - erst ab halb 11 Uhr füllte sich der Raum nach und nach mit durchaus gemischtem Publikum.
Während es draußen nicht richtig hell wurde, der Regen in Strömen floss, saßen wir (wie immer  mein Lieblingsmensch und ich) in einer gemütlichen Ecke, schlürften unseren Kaffee (in meinem Fall einen monströsen Soja-Milchkaffee) und stöberten in den Tageszeitungen.
Ich wollte schon seit längerem dieses Café ausprobieren, denn die Besonderheit liegt (nicht nur) am veganen Speisenangebot: Frühstücksvariationen, Kuchen und Snacks sind in veganer Form zu haben. Toll!
Da ich ein großer Freund deftiger Speisen bin und gerne gleich zum Frühstück, habe ich "vegan&deftig" bestellt - im Prinzip ein english breakfast mit Seitanwürstchen und ohne Eier (jetzt, wo ich so drüber nachdenke, wären Champignons als Alternative zum Ei nicht schlecht gewesen). Es hat nicht schlecht geschmeckt, aber ich befürchte, dass die Seitanwürstchen zusammen mit den Nürnberger Rostbratwürstchen (für den klassischen english-breakfast Teller) in einer Pfanne gebraten wurden (der Geruch an den Seitanwürstchen war dran...ich kann mich aber auch täuschen. Letztendlich nachgefragt habe ich nicht).

Wie dem auch sei, einen dicken Pluspunkt bekommt das Café Miller für seinen Obstsalat, der aus frischem, mundgerecht geschnittenem Obst bestand. Die Portion war angemessen, zwar nicht unbedingt optisch ansprechend angerichtet, aber es war kein Dosenobst und es hat keinen zwiebeligen Geschmack auf der Zunge hinterlassen.
Überhaupt, ein gute Küche erkennt man meiner Meinung nach am Obstsalat (kein Zwiebelgeschmack, der nur entsteht, wenn das Obst auf dem Brett geschnitten wird, auf dem zuvor Zwiebeln gehackt wurden) und an Bratkartoffeln (ich kann nicht verstehen, wie man Bratkartoffeln aus der Tüte zubereiten, geschweige denn essen kann, bei einem ein Gericht was einfacher nicht zuzubereiten ist)...
 
Noch ein Wort zur Küche, wo ich schon bei dem Thema bin: im Café Miller wurde das Frühstück hinter der Theke zubereitet, sprich: auch die Würste und Eier in Pfannen auf zwei Herdplatten gebraten. Fand ich unangenehm, schließlich kann ich es zu Hause schon nicht ausstehen, nach Bratfett zu riechen und in einem Restaurant schon gar nicht (naja, genaugenommen habe ich es ja auch nicht als Restaurant bezeichnet, könnte der Kritiker jetzt anmerken).

Umgehauen hat mich das Café Miller nicht, das Essen war auch ok, der Kaffee war lecker (und vor allem viel), es war sauber und...ach, eigentlich ganz nett. Vor allem die gespülten Pfannen und Töpfe, die mal eben kurz auf der Theke abgestellt wurden :)








Es gibt Kritikpunkte, es gibt aber auch Löbliches....genug, um hin und wieder doch hier zu frühstücken.

Freitag, 16. August 2013

Hin & Veg...

...ist ein winzig kleines Restaurant im Schanzenviertel. Obwohl direkt am Schulterblatt gelegen, läuft man einfach dran vorbei (was womöglicherweise auch dem Baugerüst vor dem Haus zuzuschreiben ist), wenn man nicht weiß, dass es dieses indisch-vegetarische Restaurant gibt (wo alle Speisen auch in veganer Zubereitung geordert werden können).

Bestellt wird an der Theke. Die Besitzer sind sehr geduldig, müssen sie auch, schließlich dauert es einen Moment, bis man sich durch das Geschreibsel an der Tafel durchgearbeitet hat und dann kann man sich auch nicht entscheiden, was man denn nun bestellen soll - klingt alles vielversprechend.


Nach langem Hin und Her entschied ich mich für Pakoras mit Pommes und Beilagensalat. Wer es nicht weiß: Pakoras sind im Kichererbsenteig frittierte verschiedene Gemüse, pikant, knusprig, heiß und fettig...Yummie! Die Pommes waren ok - wie immer zu lasch gewürzt; der Beilagensalat mit dem Fertigdressing hätte auch ganz wegbleiben können. Beruhigen hat dieser das kalorienbewusste Gewissen nicht können.
Trotzdem, die Pakoras waren sehr lecker: das Gemüse im Kichererbsenmantel auch noch knackig. Am besten einfach einen Teller voll Pakoras ohne Beilagen bestellen. Die Freunde entschieden sich für Reis mit Soße. Kann mich nicht mehr genau an den Namen erinnern und probiert habe ich auch nicht. Was zur Folge hat, dass ich zwar nicht hin&veg vom Essen war, aber es nicht an den Beilagen scheitern lassen werde. Ein zweiter Besuch steht somit auf jeden Fall an.

Wenn der Kühlschrank leer ist...

...erfordert es viel Kreativität und eine gute Portion Hunger, um ein einigermaßen anständiges Frühstück auf den Teller zu zaubern. Letztendlich hat es heute nicht viel an Zutaten gebraucht: Brot, Gemüse, Kichererbsenauftrich und acht Blaubeermuffins waren glücklicherweise auch noch drin:

Eine Scheibe Brot mit Kichererbsenauftrich bestreichen, eine Karotte fein hobeln, mit piment d'espelette (auch unter Gorria oder Biper, eine Chili-Sorte bekannt) würzen, etwas Frühlingszwiebeln darüber gestreut - fertig.


Im Handumdrehen und kinderleicht: selbstgemachte Blaubeermuffins

Mittwoch, 14. August 2013

Es ist...

... immer wieder eine Herausforderung, vegane Speisen in einem "normalen" Restaurant zu bekommen. Vor allem, wenn es sich um die unterfränkische Küche handelt, bei der deftige Hausmannskost die Speisenkarte dominiert.
Ein Besuch im "Schneckenhaus" ist ein must-have für jeden, der Aschaffenburg - dem bayrischen Nizza wie man so sagt - einen Besuch abstatten möchte. Schon wegen der gemütlich-rustikalen Einrichtung in einem tollen Ambiente, sitzt man - wer es weiß - im kleinen Gewölbekeller bei romantischem Kerzenschein.


Eine klassische Speisenkarte sucht man hier vergebens. Stattdessen findet man vor sich auf dem Tisch eine Papierunterlage, auf der die Gerichte aufgedruckt sind. Von jedem ein wenig: vier Suppen zur Auswahl, einige Vorspeisen (die auch als Hauptgericht bestellt werden können), Fleisch und Fisch. Eben klassisch, aber perfekt in der Zubereitung. Und darauf kommt es schließlich an! Leider kommen die Vegetarier (von Veganern will ich erst gar nicht reden) zu kurz. Die Suppen sind entweder fleischlastig oder mit Sahne zubereitet. Bei den Salaten bleibt nur der kleine Beilagensalat zur Auswahl und als Hauptgericht Pasta mit Gemüse in Olivenöl und Knoblauch....Vom Dessert will ich erst gar nicht anfangen.

Mein Beilagensalat wurde mit einem Topping aus fein gehobelten Zucchinistreifen serviert - wäre bestimmt lecker, wenn die Salatblätter ordentlich gewaschen wären und es nicht bei jedem Bissen im Mund geknirscht hätte. Mal abgesehen davon, dass ich meine Vorspeise bekam, als die anderen mit ihrem 1. Gang bereits fertig waren. Aber dann kam die Überraschung: meine Pasta war einfach perfekt! Perfekt im Geschmack, perfekt in der Optik, perfekt gesalzen (ich liebe Salz, kann nicht genug davon bekommen) - es war das erste mal, dass ich Pasta nicht nachsalzen musste. Zugegeben: der Teller war schon gut gehäuft, aber es hat so gut geschmeckt, dass ich einfach alles aufessen musste:
 

Meine omnivoren-Freunde waren gleichfalls zufrieden: Steaks, Lamm, Fisch, Meeresfrüchte.... allen hat es geschmeckt. Zum Dessert sind wir nicht mehr gekommen, wir waren pappsatt (aber für die anderen, hier der ultimative Tipp: wer ein Dessert probieren möchte, sollte unbedingt die "tödliche Schokoladentorte" bestellen - Schokoladenfreunde werden im Schokoladenhimmel schwelgen); es hat nur noch für einen Espresso und Abschlussgrappa - vom Chef persönlich empfohlen - gereicht. Übrigens, der Grappa aus Streuobstäpfeln ist wahrlich eine Gaumenfreude....

Einfach auf der Zunge zergehen lassen:




Die Vorspeisen: Garnelen mit Jakobsmuscheln in Tomaten / frittierte Sardellen mit hausgemachtem Dip / Kartoffelsuppe (leider nicht vegan) / "Sand"-Salat


Die Hauptgerichte: Steak medium / Schafskäse in Kräutermantel mit gratinierten Zucchin(ein Beispiel für eine zum Hauptgericht gemachte Vorspeise) / Lammspitzen (mein Lieblingsmensch hat sich geweigert sein Essen zu fotografieren)


zu guter Letzt: ein Abschlussespresso